Zentrum

Das Leipziger Forschungszentrum für
frühkindliche Entwicklung (LFE) im Profil

Auf dieser Seite finden interessierte Bachelor- und Masterstudierende Themen für Abschlussarbeiten. Bei Interesse an einer der Ausschreibungen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Projektverantwortlichen (in Klammern hinter dem Projektnamen).

Studierende des M.Sc. Early Childhood Research finden hier die Richtlinien zur Anfertigung einer Masterarbeit

Projekte

Pädagogische Psychologie (AG Saalbach):

Frühkindliche Entwicklung und Kultur

1) Thema: „Schließen Kinder Vereinbarungen in einer Situation mit hoher Unsicherheit?“

Das Ausmaß menschlicher Fähigkeiten im kooperativen Bereich (z.B. sich mit anderen zu koordinieren, zu kooperieren und mit anderen verbindliche Vereinbarungen einzugehen) ist bemerkenswert. Bereits in ihrem zweiten Lebensjahr beginnen menschliche Kinder spielerisch mit anderen zusammenzuarbeiten. Studien zeigen auch, dass ab einem Alter von drei Jahren, Kinder die Verbindlichkeiten von Abmachungen mit Spielpartnern verstehen. In Rahmen dieses Master-Arbeit-Projektes soll untersucht werden, ob Vorschulkinder das Vereinbaren von Abmachungen gezielt einsetzen in Situationen in denen eine große Unsicherheit darüber besteht, ob ein Spielpartner weiter „mitspielt“ oder nicht.

Aufgaben:

  • Einüben und Durchführen einer Verhaltensstudie mit Kindern in Kindergärten in Leipzig
  • Datenerhebung, -aufarbeitung und -analyse
  • Erstellung einer schriftlichen Masterarbeit

Voraussetzungen:

  • Student im Master Studium der Psychologie, Neurowissenschaft oder einem verwandten Feld (Neuroscience, Early Childhood Research)
  • Hohe Motivation und Interesse am Arbeiten mit Kindern, wissenschaftlichem Arbeiten, insbesondere im Bereich: Entwicklung sozialer Kognition
  • Eigenständige Arbeitsweise
  • Gute Englischkenntnisse, gute Deutschkenntnisse von Vorteil

Als Bearbeitungszeit sollten 10 Monate eingeplant werden. Das Projekt wird an zwei Studierende vergeben. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte unter: Kachel.ulrike@gmail.com.

2) Projekt: „Unterschiedliche Methoden, unterschiedliche Ergebnisse? – Validierung des Eyetracking im Kleinkindalter“

Eine Möglichkeit, die soziale Kognition von Säuglingen zu untersuchen, ist die Analyse der Blickmuster und Blickzeiten von Säuglingen. Ein prominentes Paradigma in der Säuglingsforschung ist das Paradigma der Erwartungsverletzung, bei dem Forscher die Dauer der Blickzeit von Säuglingen auf ein Ereignis und die Zeit, in der sie von einem Stimulus wegschauen, analysieren. Es wird angenommen, dass Säuglinge eine verlängerte Blickdauer zeigen, wenn sie etwas Unerwartetes oder Neues entdecken. Längere Blickzeiten sollen daher die zugrundeliegenden Konzepte der Säuglinge über Handlungen und Ereignisse widerspiegeln.
In ersten Studien, die dieses Paradigma verwenden, wurde das Blickverhalten von Säuglingen auf Video aufgezeichnet und anschließend manuell kodiert. Jetzt geben uns Eyetracker die Möglichkeit, diese Analysen auf automatische Weise durchzuführen. Über die Beziehung zwischen manuell kodierten Blickdaten und Eyetracker-Daten ist jedoch wenig bekannt.

Aufgaben

  • Die Daten dieses Projekts werden bereits von etwa 35 9 Monate alten Kleinkindern erhoben. Der Student soll manuell Videos von Kleinkindern kodieren, die sich auf einem Bildschirm eine Darstellung der Verletzung der Exposition ansehen, die Zeit analysieren, in der sie mit R wegschauen, die Daten statistisch analysieren und sie mit bereits vorhandenen Eyetracking-Ergebnissen in Beziehung setzen.

Anforderungen

  • Hohe Motivation und Interesse an Methoden
  • Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
  • Hohe Gewissenhaftigkeit

Geplanter Zeitraum für die Durchführung der Studie und Schreiben der Arbeit:

  • Mindestens 6 Monate (hängt aber davon ab, wie viel Zeit dem Studenten für die Kodierung zur Verfügung steht)

Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Christine Michel.

3) Projekt: „Affektive Objektkodierung im Säuglingsalter“

Frühere Studien haben gezeigt, dass Säuglinge die Blickrichtung anderer nutzen, um sich auf Objekte in der Umwelt zu konzentrieren und über sie zu lernen (sozio-kognitive Verarbeitung). Über die affektive Komponente der Objektkodierung und des Lernens ist jedoch sehr wenig bekannt. Lernen Säuglinge besser, wenn ihr Interaktionspartner einen affektiven Gesichtsausdruck zeigt? Wenn ja, hängt dies von dem spezifischen Affekt ab, den der Partner zeigt? Oder geht es bei Objekten um mehr als nur ihre Kodierung: Übertragen die Gesichtsausdrücke des Interaktionspartners eine Art soziale Relevanz auf das Objekt, die Säuglinge bewerten, wenn sie wieder mit dem Objekt konfrontiert werden (z.B. vermeiden sie Objekte, die früher mit einem ängstlichen Gesicht assoziiert wurden, nähern sich aber Objekten, die früher mit einem glücklichen Gesicht assoziiert wurden)?
Um diese Fragen zu beantworten, werden Eye Tracking Studien mit Säuglingen im Alter von 4 – 10 Monaten durchgeführt.

Aufgaben

  • Auf der Grundlage der Literatur und eines vorgegebenen Paradigmas entwirft der/die Studierende seine/ihre eigene Eyetracking-Studie
  • Stimuli vorbereiten
  • Führen Sie die Eye Tracking-Aufgabe mit Kleinkindern durch
  • Analysieren Sie Daten mit selbstgeschriebenen Skripten in R
  • Diplomarbeit schreiben

Anforderungen

  • Hohe Motivation und Interesse an sozio-affektiver Entwicklung
  • Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
  • Hohe Gewissenhaftigkeit
  • Spricht fließend Deutsch (für Prüfungen), aber es ist möglich, dass zwei Studenten dieses Thema teilen und nur einer der Studenten die Prüfung leitet
  • Hohe Motivation und idealerweise Erfahrung in der Arbeit mit Eltern und Kleinkindern

Geplanter Zeitraum für die Durchführung der Studie und das Schreiben der Arbeit:

  • Etwa 10 Monate (aber die Datenerfassung hängt von der Corona-Situation ab – ein Online-Test könnte eine Option sein)

Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Christine Michel.

4) Projekt: „Mir gefällt, was du anschaust“

Die bisherige Literatur zeigt, dass Erwachsene solche Gegenstände ehermögen, die eine andere Person angeschaut hat. Über diesen Effekt in der frühen Kindheit ist jedoch wenig bis gar nichts bekannt. Beeinflusst der Blick einer anderen Person die Wahl von Kindern in einer naturalistischen Umgebung? In dieser Online-Studie werden wir die Eltern bitten, mit ihren Kindern zu Hause eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen (Auswahlaufgabe: Welches T-Shirt möchten Sie tragen?), während sie ihren Blick auf die Objekte der Wahl manipulieren. Die Eltern werden gebeten, diese Situation auf Video aufzunehmen und auf den Uni-Server hochzuladen. Diese Videos werden anschliessend analysiert.

Aufgaben

  • Entwerfen Sie die Studie
  • Implementieren Sie dieses neuartige Online-Studiendesign (einschließlich Ethik)
  • Die Studie durchführen (z.B. Beispielvideos und Anleitungen für Eltern vorbereiten, Eltern rekrutieren)
  • Daten analysieren
  • Diplomarbeit schreiben

Anforderungen

  • Hohe Motivation und Interesse an Online-Studien und früher sozialer Kognition
  • Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
  • Hohe Gewissenhaftigkeit
  • Gute Deutschkenntnisse (für die Kommunikation mit den Eltern) werden bevorzugt

Geplanter Zeitraum für die Durchführung der Studie und das Schreiben der Arbeit:

  • Etwa 10 Monate

Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Christine Michel.

5) Projekt: „Ich bin glücklich und ich weiß es – Objektkodierung im Kleinkindalter“

Frühere Studien haben gezeigt, dass Säuglinge die Blickrichtung anderer nutzen, um sich auf Objekte in der Umwelt zu konzentrieren und darüber zu lernen (sozio-kognitive Verarbeitung). Über die affektive Komponente der Objektkodierung und des Lernens ist jedoch sehr wenig bekannt. Lernen Säuglinge besser, wenn sie glücklich sind?
Die Daten von 82 Mutter-Kind-Interaktionen in Situationen der gemeinsamen Aufmerksamkeit, in denen ein Objekt kodiert wird, sind bereits erfasst. Der Student kann diesen Datensatz nutzen, um seine Forschungsfrage zu affektiven Mechanismen beim Lernen von Säuglingen zu untersuchen. Es ist möglich, dass zwei Studierende an diesem Projekt mit unterschiedlichen Forschungsfragen in einem Team zusammenarbeiten.

Aufgaben

  • Entwickeln Sie ein Kodierungsschema für Affektbewertungen im Säuglingsalter
  • Videocode-affektive Reaktionen des Säuglings während der Mutter-Kind-Interaktion mit der Software Interact
  • Koordinieren einer Zuverlässigkeitskodierung
  • Daten analysieren
  • Diplomarbeit schreiben

Anforderungen

  • Hohe Motivation und Interesse an sozio-affektiver Entwicklung
  • Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
  • Hohe Gewissenhaftigkeit

Geplanter Zeitraum für die Durchführung der Studie und das Verfassen der Arbeit:

  • Etwa 10 Monate (aber es hängt davon ab, wie viel Zeit dem Studenten für die Kodierung zur Verfügung steht)

Anforderungen

  • Hohe Motivation und Interesse an Online-Studien und früher sozialer Kognition
  • Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
  • Hohe Gewissenhaftigkeit
  • Gute Deutschkenntnisse (für die Kommunikation mit den Eltern) werden bevorzugt

Geplanter Zeitraum für die Durchführung der Studie und die Abfassung der Dissertation:

  • Etwa 10 Monate

Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Christine Michel.

5) Projekt: „Je ne regrette rien“.

Entscheidungen zu treffen kann schwer sein. Eine falsche Entscheidung zu treffen, kann schlimmer sein und zu Bedauern führen. In manchen Situationen kann man jedoch nicht wissen, welche Entscheidung richtig und welche falsch ist, und dennoch haben manche Menschen mit Selbstzweifeln und Bedauern zu kämpfen, während andere dies nicht tun. In diesem Projekt werden wir beginnen, uns mit interindividuellen Unterschieden im Bedauern (z.B. Elternschaft) zu befassen. Da wir mit diesem Thema gerade erst anfangen, wird der Student in hohem Maße daran beteiligt sein, die in der Literatur vorhandenen Erkenntnisse zu recherchieren, eine Forschungsfrage zu finden und eine Studie zu erstellen. Das Thema ist also eher offen und nur für einen Studenten geeignet, der motiviert und glücklich ist, eine eigene Forschungsfrage zu entwickeln und sich selbständig in dieses Thema einzuarbeiten.

Aufgaben

  • Literaturübersicht über die Entwicklung von Bedauern in der Kindheit
  • Extrahieren offener Fragen in der Literatur über Bedauern
  • Möglicherweise eine Studie entwerfen und Kinder testen (abhängig von der Koronasituation)

Anforderungen

  • Hohe Motivation und Interesse an sozio-affektiver Entwicklung und am selbständigen Eintauchen in ein neues Thema
  • Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
  • Hohe Gewissenhaftigkeit
  • Fähigkeit und Motivation, die eigene Forschungsfrage zu extrahieren
  • Fließende Deutschkenntnisse für den Fall, dass eine Datenerfassung geplant ist

Geplanter Zeitraum für die Durchführung der Studie und das Verfassen der Arbeit.

  • Etwa 12 Monate (die Prüfung hängt von der Coronasituation ab, eine theoretische Arbeit ist ebenfalls möglich)

Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Christine Michel.

Kognitive Anthropologie (AG Musholt):

  • Nur Iniativbewerbungen unter Angabe eigener Themenvorschläge möglich
  • Voraussetzungen: Kenntnisse philosophischer Theorien und Zugänge sowie Befähigung zum eigenständigen Arbeiten

Klinische Kinder- und Jugendpsychologie (AG Schmitz):