Zentrum

Das Leipziger Forschungszentrum für
frühkindliche Entwicklung (LFE) im Profil

Bei Interesse an einer der Ausschreibungen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Projektverantwortlichen.
Studierende des M.Sc. Early Childhood Research finden hier die Richtlinien zur Anfertigung einer Masterarbeit.

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Thema: „Überimitation“

Überimitation nennt man das Nachahmen von erkennbar irrelevanten Handlungsschritten. In zahlreichen Experimenten wurde gezeigt, dass Menschen (im Gegensatz zu Menschenaffen wie Schimpansen oder Bonobos) dazu neigen, unnötige Handlungsschritte trotz ihrer offensichtlichen Irrelevanz für das eigentliche Ziel der Aufgabe nachzuahmen. Das Phänomen wird meist untersucht, indem ein Versuchsleiter irrelevante und relevante Handlungen an einem neuen und unbekannten Objekt ausführt. Dieses Objekt ist in der Regel eine transparente Puzzle-Box, in welcher eine Belohnung vorhanden ist. Die relevante Handlung besteht meist darin, eine Klappe oder Tür zu öffnen und die Belohnung mit Hilfe eines Stabes herauszuholen. Die irrelevanten Handlungen reichen von Klatschen bis hin zur Betätigung von Hebeln oder Knöpfen, die keinerlei Funktion haben. Ziel dieser Masterarbeit wird sein zu untersuchen, ob Überimitation mit der Weitergabe von anderem kulturell relevanten Wissen in Verbindung steht. Dieses Projekt soll als gemeinsame Abschlussarbeit von zwei bis drei Student*innen durchgeführt werden.

Teilaufgaben:

  • Literaturrecherche
  • Planung eines geeigneten Studiendesigns
  • Datenerhebung
  • Datenauswertung
  • Verfassen der Masterarbeit

Wir bieten:

  • Aktive Mitarbeit an sozial-kognitiver Forschung
  • Arbeit mit Kindern in Leipziger Kindertagesstätten
  • Intensive Einbindung in alle Stufen des Forschungsprozesses: Planung, Datenerhebung und Datenauswertung
  • Enge und intensive Betreuung während der Arbeit

Anforderungen

  • Studium der Psychologie oder eines verwandten Faches
  • Selbstständiges, engagiertes und verantwortungsbewusstes Arbeiten
  • Fließende Deutsch- und sehr gute Englischkenntnisse

Projektverantwortliche: Hanna Schleihauf und Roman Stengelin

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Thema: „Konsequenzen sprachlicher Ähnlichkeit im Vorschulalter“

Die Masterarbeit knüpft an ein laufendes Forschungsprojekt zu Homophilie (Selbstähnlichkeitspräferenz) am Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung (LFE) in Kooperation mit dem CNRS in Bron (Lyon, Frankreich) an. Untersucht wird, in welchen Situationen Kinder (sprachlich) ähnliche andere Kinder bevorzugen. Dazu werden Kindern im Vorschulalter verschiedene deutsch- und französisch-sprachige Stimuli präsentiert und diese zu ihren Präferenzen befragt. Damit wollen wir heraus finden, in welchen Situationen sprachliche Ähnlichkeit für Kinder wichtig ist und welche Schlüsse sie aus der Sprache ihres Gegenübers ziehen.

Anforderungen:

  • Student*in der Psychologie
  • Interesse und Spaß an entwicklungspsychologischen Inhalten
  • Eigeninitiative, Motivation, Selbstständigkeit
  • Begeisterung für die Arbeit mit Kindern
  • Deutsch oder Französisch auf muttersprachlichem Niveau

Ablauf/Schwerpunkte:

  • Literaturrecherche und –einarbeitung
  • Erhebung von Stimulusmaterial in Leipzig
  • Training für die Durchführung der Studie
  • Studiendurchführung
  • Kodierung und statistische Auswertung der Daten
  • Erstellung einer schriftlichen Abschlussarbeit

Projektverantwortliche: Marie Kaiser

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Thema: „Sozialisation von Intergruppeneinstellungen und Ethnizität in deutsch-deutschen und türkisch-deutschen Milieus“

Die Masterarbeit gliedert sich in ein laufendes Dissertationsprojekt am Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung (LFE) an. Untersucht wird, welche Sozialisationsziele bezüglich Ethnizität und Intergruppenkontakt Eltern mit unterschiedlichen Herkunftsvariablen in Deutschland haben. In einem ersten Schritt werden qualitative Befragungen der unterschiedlichen Gruppen vorbereitet. Daran schließt die Durchführung einer größer angelegten quantitativen Fragebogenstudie an. Im Rahmen des Projektes sind sowohl Praktika als auch Abschlussarbeiten nach Absprache möglich.

Anforderungen:

  • Student*in der Psychologie oder eines verwandten Faches
    (Soziologie, Kulturwissenschaft, Ethnologie)
  • Fundiertes forschungsmethodisches Vorwissen (quantitativ oder qualitativ)
  • Interesse an entwicklungspsychologischen / anthropologischen Inhalten
  • Eigeninitiative, Motivation, Selbstständigkeit
  • Soziale Kompetenz, offenes und freundliches Auftreten im Kontakt mit Eltern
  • Sehr gute Deutsch- oder Türkischkenntnisse

Projektverantwortliche: Marie Kaiser

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Projekt: „Children’s gaming behavior in a free setting“

Die Abschlussarbeit ist in ein laufendes Projekt am Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung (LFE) eingebunden. Wir möchten herausfinden, ob und wie die Werte einer Kultur mit den Spielen dieser Kultur verbunden sind. Zusammen mit einer Spieledesignerin haben wir das Geschicklichkeitsspiel „KoKo“ entwickelt, welches bereits in einer aktuell laufenden Studie eingesetzt wird. „KoKo“ ist für ein bis zwei Spieler geeignet und kann auf unterschiedliche Weisen gespielt werden (z.B. miteinander oder gegeneinander).
Wir möchten herausfinden, wie Kinder aus Deutschland „KoKo“ intuitiv spielen. Spielen Kinder „KoKo“ miteinander oder gegeneinander? Wie schnell wechseln Kinder zwischen diesen Spielweisen? Welche Regeln entwickeln sie beim Spielen? Diese Fragen möchten wir für 3- bis 5-jährige Kinder durch naturalistische Beobachtungen beantworten. Die Datenerhebung erfolgt in Leipziger Kindergärten.

Die Abschlussarbeit bezieht sich auf die Datenerhebung, -auswertung und Interpretation der Ergebnisse und soll in englischer Sprache verfasst werden.

Ablauf:

  • Literaturrecherche und -einarbeitung
  • Datenerhebung in Kindergärten
  • Datenauswertung und -interpretation
  • Erstellung einer schriftlichen Abschlussarbeit

Voraussetzungen:

  • Student*in der Psychologie mit Interesse an entwicklungspsychologischen Inhalten
  • Begeisterung für die Arbeit mit Kindern
  • Eigeninitiative und Selbstständigkeit
  • Gute Englischkenntnisse

Projektverantwortliche: Sarah Peoples und Theo Toppe
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Wie fühlt es sich für Kinder an, das moralisch Richtige zu tun?

Dieses Projekt untersucht den Effekt von prosozialem Verhalten auf die Körperhaltung von Vorschulkindern. Die Datenerhebung wird über das LFE organisiert.

Geplanter Zeitraum zum Durchführen der Studie und zum Verfassen der Masterarbeit: 8 bis 10 Monate.

Projektverantwortlicher: Robert Hepach
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Was motiviert Kinder dazu, gegen konventionelle und moralische Regelverletzungen zu protestieren? Sind moralische Regelverletzungen stärker mit Emotionen (physiologischem Arousal) aufgeladen?

Die Datenerhebung wird über das LFE organisiert.

Geplanter Zeitraum zum Durchführen der Studie und zum Verfassen der Masterarbeit: 9 bis 11 Monate.

Projektverantwortlicher: Robert Hepach
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Sind funktionale soziale Beziehungen für Kinder intrinsisch belohnend und gibt es hier Unterschiede zu klinischen Populationen mit sozialen Angststörungen?

Die Datenerhebung wird über das LFE organisiert.

Geplanter Zeitraum zum Durchführen der Studie und zum Verfassen der Masterarbeit: 7 bis 10 Monate.

Projektverantwortlicher: Robert Hepach