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4 Fragen an... Kristina Musholt (ESPP Sonderausgabe)

17. Februar 2020

1. Kristina, was genau sind deine Aufgaben am LFE?
Ich bin Leiterin einer der Kernarbeitsgruppen am LFE sowie Mitglied des Vorstands. Meine Aufgaben sind also neben der Arbeit an eigenen Forschungsarbeiten die Betreuung meiner Doktorand*innen, Masterstudierenden und sonstigen Mitarbeiter*innen sowie die Mitarbeit an den Aufgaben des LFE, wie etwa der interdisziplinären Vernetzung, dem Aufbau gemeinsamer Projekte und der Organisation von Workshops und anderen Veranstaltungen. Ich organisiere seit mehreren Jahren das Forschungskolloquium des LFE und bin natürlich auch an der Lehre im Masterstudiengang beteiligt.

2. Kognitive Anthropologie – was können wir uns darunter vorstellen?
Die Kognitive Anthropologie untersucht spezifisch menschliche kognitiven Fähigkeiten im Schnittfeld von Philosophie und kognitiver Entwicklungspsychologie. Ein besonderer Fokus unserer Forschung liegt dabei auf der Entwicklung von Selbstbewusstsein und sozialer Kognition. Ich interessiere mich aber auch für die Entwicklung von Normativität, für die kulturelle Variabilität menschlicher Fähigkeiten sowie für die Unterschiede zwischen menschlichen und tierischen Fähigkeiten. Als Philosophin arbeite ich in erster Linie theoretisch, d.h. ich versuche die theoretischen Annahmen und begrifflichen Voraussetzungen empirischer Arbeit zu beleuchten (und zu hinterfragen) und Verbindungen zwischen verschiedenen Forschungsfeldern herzustellen bzw. diese in einen größeren theoretischen Rahmen zu integrieren. Ich bin aber natürlich auch an der Entwicklung neuer empirischer Fragestellungen interessiert. Dabei versuchen wir immer auch die praktische Relevanz unserer Arbeit, z.B. im Kontext von frühkindlicher Bildung, mit in den Blick zu nehmen. 

3. Du organisierst in diesem Jahr die ESPP 2020 hier in Leipzig. Was erwartet uns da?
Die European Society for Philosophy and Psychologie bringt Philosoph*innen, Psycholog*innen und Linguist*innen mit einem genuinen Interesse an interdisziplinärem Austausch zusammen. Uns erwarten also spannende Vorträge, Symposien und Poster aus diesen drei Disziplinen sowie die Möglichkeit, im Gespräch miteinander über gemeinsame Fragestellungen nachzudenken und von einander zu lernen. Ich nehme seit vielen Jahren regelmäßig an der Konferenz teil und bin immer wieder begeistert über die freundliche und anregende Atmosphäre und die vielen inspirierenden Vorträge und Diskussionen. Deshalb freue ich mich besonders, dass die ESPP dieses Jahr am LFE stattfinden wird. 

4. Worauf freust du dich bei der ESPP am meisten?
Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Vorträge unserer 4 fantastischen Keynote-Speaker und der anderen tollen Forscher*innen, die etwas präsentieren werden. Vor allem freue ich mich aber auf die Gespräche mit vielen alten und neuen Bekannten und auf die Gelegenheit, den Teilnehmer*innen der Konferenz unsere interdisziplinäre Forschung zur Kindheit am Standort Leipzig vorzustellen. 

28. Januar 2020
ESPP 2020 findet an der Universität Leipzig statt
Madlen Bartholmeß
Telefon +49 (0) 341 97 31 870