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4 Fragen an... Henrik Saalbach

22. September 2021

„4 FRAGEN AN…“ – Wer steckt eigentlich hinter dem #LFE? In dieser Rubrik geht es um unsere Mitarbeiter:innen. Heute stellen wir euch Henrik Saalbach vor. Er ist nicht nur Forschungsgruppenleiter, sondern auch Direktor am LFE.

(1) WAS SIND DEINE AUFGABEN AM LFE?Zunächst repräsentiere ich das LFE nach außen hin. Das heißt ich bin die erste Ansprechperson ins Sachen LFE sowohl intern (Dekanat, Rektorat) als auch extern (andere Fakultäten, Universitäten und Institute oder Presse). Zudem leite ich die Sitzungen des LFE-Vorstands, der sich mindestens einmal im Monat trifft, um unter anderen über konzeptuelle und organisatorische Fragen zur Ausrichtung und Weiterentwicklung des LFE berät. Das beinhaltet etwa die Festlegung der Themen für den Wilhelm-Wundt-Dialog und des LFE-Kolloquiums oder die Vorbereitung von methodischen Workshops für die Mitglieder des LFE. Meine Hauptaufgabe als LFE-Direktor sehe ich aber vor allem darin, gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern des LFE die wissenschaftliche Befassung mit dem Thema „Entwicklung und Bildung in der frühen Kindheit“ zu befördern und dieses Thema zu einem Kernbereich der Forschung am Wissenschaftsstandort Leipzig zu machen. Die Stadt ist bereits mit einer Vielzahl einschlägiger wissenschaftlicher Institutionen und Projekten ein Hotspot der kindheitsbezogenen Forschung in Deutschland.

(2) WARUM INTERESSIERST DU DICH FÜR DAS THEMA „ENTWICKLUNG UND BILDUNG IN DER FRÜHEN KINDHEIT“?Das Thema interessiert mich aus mindestens zwei Gründen: Zum einen werden in der frühen Kindheit die Weichen für das weitere Leben gestellt. Ein bestimmtes soziales Umfeld, die Bindung zu den Eltern oder die Anregungsqualität in der Kita – all das hat nachweislich Auswirkungen auf die spätere soziale und emotionale Entwicklung bzw. auf den weiteren Kompetenzerwerb. Zum anderen können in der frühen Kindheit große Fragen des Menschseins untersucht werden: Wo kommen wir her? Was macht uns als Menschen aus? Was geht auf Anlage und was auf Umwelt zurück? Schließlich befasse ich mich mit dem Thema „Entwicklung und Bildung in der frühen Kindheit“ deshalb gerne, weil die Forschung mit Kinder einfach extrem viel Spaß macht. Die Kleinen sind motiviert, begeisterungsfähig und immer wieder für eine Überraschung gut.

(3) AN WELCHE KINDHEITSERINNERUNG DENKST DU BESONDERS GERN ZURÜCK?An meine Kindergartenzeit erinnere ich mich kaum mehr. Aber eine Szene ist mir immer noch sehr präsent. Ein paar andere Kinder und ich hatten uns im Garten eine Bude eingerichtet, die sich unter Bäumen und Gebüschen befand. Es gab ein Wohnzimmer, eine Küche und ein Lagerraum. Es gab sogar ein kleinen Garten dazu, in dem wir ein paar Samen verstreuten (ob daraus etwas gewachsen ist, weiß ich leider nicht mehr). Dort waren wir in der schönen Jahreszeit meistens anzutreffen. In meiner Erinnerung saßen wir dann am Rand des Gärtchens und unterhielten uns kurz vor dem Ende unserer Kindergartenzeit darüber, wie wohl die Schule sein würde und was wir danach werden sollten. Aber vielleicht hat diese Szene mein Gedächtnis auch erst nachträglich mit eingeflochten. In jedem Fall war es aber ein wunderbarer Ort meiner Kindheit.

(4) WAS GEFÄLLT DIR AN LEIPZIG BESONDERS GUT? WO KANN MAN DICH FREITAGABENDS ANTREFFEN?Als gebürtigen Leipziger liegt mir die Stadt natürlich besonders am Herzen. Aber auch bei relativ objektiver Betrachtung und nachdem ich an verschiedenen anderen Ort im In- und Ausland gelebt habe, erscheint mir Leipzig als eine sehr spannende und lebenswerte Stadt, die vor allem durch ihre reichhaltige Kultur und Geschichte sowie das viele Grün und die schöne Archtektur besticht. Zudem wird das kulinarischen Angebot immer vielfältiger, so dass ich freitagabends gerne mal ein neues Restaurant ausprobiere, bevor ich vielleicht zu einem Programm des tollen Leipziger Balletts gehe.

30. Juli 2021
ESPP2021 Leipzig-Online - Registrierung offen für Zuhörer*innen
Madlen Bartholmeß
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